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Die On-Board-Diagnose, kurz OBD, ist das im Fahrzeug integrierte System, das verschiedene Aspekte der Leistung und des Zustands überwacht und Störungen meldet. Dieses wichtige System nutzt Sensoren zur Ermittlung und Diagnose potenzieller Probleme, sodass Fehler schnell gefunden und behoben werden können. Lesen Sie weiter, um mehr über OBD sowie die zugehörigen Funktionen und Vorteile zu erfahren.
On-Board-Diagnose
Die On-Board-Diagnose (OBD) ist eine Funktion in modernen Fahrzeugen, die über verschiedene Sensoren, die mit dem Controller Area Network (CAN) – dem Gehirn des Fahrzeugs – verbunden sind, auf Diagnosedaten zugreift und sie verarbeitet. Durch die Zusammenarbeit der Komponenten entsteht ein umfassender Bericht zum Zustand des Fahrzeugs. Für universelle Kompatibilität sind alle Fahrzeugtypen mit einem standardisierten OBD-Anschluss ausgestattet, an den ein externer Computer angeschlossen werden kann, um Daten abzurufen. Dies unterstützt die Problemdiagnose und liefert wichtige Informationen.
Die Geschichte der OBDs
OBD-Systeme wurden ursprünglich entwickelt, um die Emissionen von Fahrzeugen zu überwachen. In den 70er und 80er Jahren stieg die Luftverschmutzung signifikant an. Behörden benötigten eine Möglichkeit zur Überprüfung, ob die Abgasgesetze eingehalten wurden.
Ein weiterer Anreiz für die Entwicklung des ersten OBD-Systems war, dass im 20. Jahrhundert jeder Fahrzeughersteller seinen eignen Diagnoseanschluss hatte, wodurch sich Reparaturen schwierig und inkonsistent gestalteten. OBD-I wurde 1991 entwickelt, um grundlegende Diagnosefunktionen zu standardisieren und die Wartung zu vereinfachen.
OBDs heute
Der 2001 im Vereinigten Königreich eingeführte OBD-II-Anschluss ist heute in vielen Pkw und leichten Nutzfahrzeugen zu finden. Im Gegensatz zum ursprünglichen OBD, bei dem eine externe Verbindung zur Fahrzeugkonsole erforderlich war, ist der neue OBD-II-Anschluss im Innenraum unterhalb des Lenkrads eingebaut. Er umfasst eine Standardkonfiguration mit 16 Polen, die jeweils auf einen bestimmten Zweck ausgerichtet sind. Die meisten Pole werden von den Herstellern belegt, aber einige sind für die Society of Automotive Engineers (SAE) und die International Organisation for Standardisation (ISO) reserviert.
Wie funktioniert OBD?
Das OBD-System behält kontinuierlich die Messwerte de verschiedenen Sensoren am Fahrzeug im Blick und überprüft sie anhand vordefinierter Parameter. Falls einige der Parameter außerhalb der erwarteten Schwellenwerte liegen oder ein Fehler auftritt, generiert das OBD-System einen OBD-Fahrzeugfehlercode. Die Sensoren übertragen diese Daten dann an die verschiedenen Computer im Fahrzeug-CAN, um die Daten zu verarbeiten. Mithilfe dieser Codes lässt sich das konkrete Problem bzw. die Fehlfunktion im Fahrzeug identifizieren. Über ein OBD-Lesegerät können Fuhrparkmanager diese OBD-Fahrzeugfehlercodes mühelos abrufen und in einem standardisierten Format anzeigen. Dies hilft dabei, das Problem schnell zu ermitteln und eine Lösung zu finden.
Wie kann ich ein OBD-System nutzen, um selbstständig Probleme zu diagnostizieren?
- Schließen Sie einen OBD-II-Scanner unter dem Armaturenbrett des Fahrzeugs an, das Sie inspizieren möchten.
- Lesen Sie den Code, der auf dem Gerät angezeigt wird. Üblicherweise zeigen Scanner auch eine kurze Erklärung unterhalb des Codes an. Falls nicht, können Sie die Bedeutung auf der Website des Herstellers nachsehen.
- Suchen Sie nach einfachen Möglichkeiten, das Problem zu beheben.
- Löschen Sie den Code und bewegen Sie das Fahrzeug, um zu sehen, ob der Fehler korrigiert wurde.
Was ist der Unterschied zwischen OBD-I und OBD-II?
Es gibt zwei OBD-Arten. OBD-I ist die erste und funktionell eingeschränkte Version von On-Board-Diagnosesystemen. OBD-I wird bei modernen Fahrzeugen nicht mehr eingesetzt, kann aber noch in älteren Fahrzeugen (vor 1996) vorhanden sein.
OBD-I überwachte in unregelmäßigen Abständen nur emissionsbezogene Komponenten und lieferte grundlegende Fehlercodes. Dass jeder Hersteller einen eigenen Anschluss mit entsprechenden Codes verwendete, erwies sich im Hinblick auf eine Standardisierung als kontraproduktiv.
Dagegen ist OBD-II in der Lage, eine größere Bandbreite an Systemen zu prüfen (Motor, Emissionen, Antrieb, etc.), und liefert detaillierte, standardisierte Fahrzeugfehlercodes. OBD-II ist also ausgereifter, da es Emissionssysteme kontinuierlich überwacht und Daten speichert.
Wo befindet sich mein OBD-II-Anschluss?
Sie finden Ihren OBD-II-Anschluss in der Fahrerkabine unter dem Armaturenbrett. In den meisten Fällen befindet er sich unter dem Lenkrad unter einer kleinen Kunststoffabdeckung. Er ist leicht zugänglich, um das Auslesen von Diagnosen zu vereinfachen.
Wie stelle ich eine Verbindung mit einem OBD-Anschluss her?
Sie benötigen ein OBD-Lesegerät (z. B. einen OBD-II-Scanner, ein Telematikgerät oder einen Dongle), um eine Verbindung mit dem Anschluss herzustellen. Suchen Sie einfach nach dem Anschluss unter dem Dashboard und schließen Sie das Lesegerät an. Überprüfen Sie, was direkt auf dem Lesegerät oder über eine verbundene App angezeigt wird.
On-Board-Diagnose und Telematik
Ein OBD-II-Anschluss kann als Ausgangspunkt für Telematikgeräte gesehen werden, über den wichtige Fahrzeugdaten – unter anderem zu Geschwindigkeit, U/min, Kraftstoffverbrauch, Fehlercodes, Leerlauf und Fahrtereignissen – abgerufen werden können. Telematiksysteme nutzen diese Daten für die Berichterstattung über Fahrverhalten und für die Diagnose von Problemen mit der Fahrzeugleistung. Die Informationen werden an die Fuhrparkplattform gesendet und dort angezeigt, sodass sie durchgehend von Managern gedeutet und überwacht werden können.
Moderne Telematiklösungen sind unabhängig von ihren unterschiedlichen OBD-Protokollen mit vielen Fahrzeugtypen kompatibel, da es entsprechende Adapter gibt. Die Installation dieser Lösungen gelingt in der Regel schnell und einfach, ohne dass spezielle Tools benötigt werden.
Was ist ein OBD-Lesegerät?
Ein OBD-Lesegerät, auch als On-Board-Diagnose-Lesegerät bezeichnet, ist ein Gerät, mit dem Mechaniker, Fuhrparkmanager und Fahrer die Fehlercodes des On-Board-Computersystems im Fahrzeug auslesen und diagnostizieren können. Da es sich bei OBD-II um einen standardisierten Anschluss handelt, sind OBD-Lesegeräte in der Regel kostengünstig erhältlich.
Indem Sie ein OBD-Lesegerät mit einem OBD-II-Anschluss verbinden, erhalten Sie Zugriff auf das Controller Area Network (CAN) des Fahrzeugs. Somit können Sie Angaben wie Fahrzeugidentifikation, Echtzeit-Fahrzeugdaten und OBD-Fahrzeugfehlercodes abrufen. Mit diesen Daten lassen sich anschließend Probleme identifizieren und Reparaturpläne ausarbeiten.
Die Vorteile einer On-Board-Diagnose für Fuhrparks
Die On-Board-Diagnose bietet Fuhrparkmanagern und technischen Fachleuten eine Vielzahl von Vorteilen. Nachfolgend finden Sie eine Auswahl der wichtigsten Vorteile:
- Verbesserte Fahrzeugleistung und Effizienz: Fuhrparkmanager mit OBD-Systemen erhalten einzigartige Einblicke in die Motorleistung und die Kraftstoffeffizienz. Anhand dieser wichtigen Informationen können Sie Ineffizienzen ermitteln und proaktive Gegenmaßnahmen ergreifen. Dies wiederum führt zu einer deutlichen Senkung des Kraftstoffverbrauchs und einer insgesamt besseren Leistung.
- Optimierte Fahrzeugwartung und prädiktive Diagnose: Fuhrparkmanager können dank On-Board-Diagnosen einen proaktiven Wartungsansatz nutzen, bei dem Echtzeit-Daten zur Fahrzeugleistung und zu Fehlern bereitgestellt werden. Ein wesentlicher Schwerpunkt von Fuhrparkmanagern ist die Reduzierung der Standzeiten, die sich durch die frühzeitige Erkennung von Problemen erreichen lässt.
- Einfachere Einhaltung von Vorschriften zu Emissionen: Fuhrparkmanager müssen für Konformität sorgen und den Überblick über die immer zahlreicher werdenden Emissionsvorschriften behalten. Mit einem OBD-System können Fuhrparkmanager Emissionen analysieren und sicherstellen, dass der Fuhrpark die regulatorischen Anforderungen erfüllt.
- Höhere Fahrersicherheit und -verantwortung: OBD-Systeme können aussagekräftige Daten zum Fahrverhalten bereitstellen, beispielsweise zu Tempoverstößen, scharfen Bremsmanövern oder plötzlicher Beschleunigung. Dank diesen wichtigen Informationen können Fuhrparkmanager Fahrertrainingsprogramme anstoßen, eine sicherere Fahrweise fördern und die Unfallwahrscheinlichkeit verringern.
- Optimierte Fuhrparkmanagement-Entscheidungen: ODB-Lesegeräte bieten Fuhrparkmanagern die nötigen Daten für eine fundierte Entscheidungsfindung. Diese Entscheidungen können den Zustand und die Effizienz des Fuhrparks verbessern, da sie Abläufe optimieren und Kosteneinsparungen ermöglichen.
OBD-Systeme bieten einzigartige Informationen zur Leistung der einzelnen Fahrzeuge sowie zum Zustand des gesamten Fuhrparks. Fuhrparkmanager gewinnen dank der Analyse der Daten eines bestimmten Fahrzeugs wertvolle Einblicke in die Leistung anderer Fahrzeuge und können Bereiche mit Verbesserungspotenzial identifizieren. Die On-Board-Diagnose eignet sich hervorragend, um die Sicherheit, Effizienz und Fahrerverantwortung in Fuhrparks zu verbessern.





