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Ein Fahrzeugdatengerät ist ein Gerät, das Daten von einem Fahrzeug erfasst, abruft oder verarbeitet. Telematikgeräte sind Fahrzeugdatengeräte zur Erfassung von Betriebs- und Diagnosedaten, die Fuhrparkmanagern einen besseren Einblick in den Fahrzeugstandort, die Leistung, den Wartungsbedarf und das Fahrverhalten liefern.
Was ist ein Fahrzeugdatengerät (VDD)?
Es gibt verbundene und nicht verbundene Fahrzeugdatengeräte. Verbundene Geräte erfassen die Fahrzeugdaten und übertragen sie remote an eine Plattform, wo sie analysiert und in aussagekräftige Erkenntnisse umgewandelt werden können. Nicht verbundene Geräte speichern die Daten, sodass sie später abgerufen und analysiert werden können.
Beim Fuhrparkmanagement sind Telematikgeräte die gängigsten Fahrzeugdatengeräte. Sie erfassen Daten zu Fahrzeugbetrieb, Standort und Zustand. So können Fuhrparkmanager die Fahrzeugleistung im Blick behalten, die Auslastung optimieren, die Wartung einplanen und die Fahrersicherheit verbessern.
Wie funktioniert ein Fahrzeugdatengerät?
- Das Fahrzeugdatengerät (VDD) muss zunächst mit dem Fahrzeug verbunden werden, entweder über den OBD-II-Port, den CAN-Bus oder ein eingebettetes Fahrzeugsystem. (Die Verbindungsmethoden unterscheiden sich je nach Fahrzeugmarke und -modell.)
- Das Gerät liest Fahrzeugdaten wie Motorstatus, gefahrene Kilometer, Kraftstoffverbrauch und Fehlercodes aus, verarbeitet sie und speichert sie dann lokal.
- Wenn es sich beim VDD um ein verbundenes Gerät handelt, kann es die Daten über Mobilfunk-, Satelliten- oder WLAN-Netzwerke an eine Cloud-Plattform übertragen, wo sie analysiert und in Form von Reports, Warnungen, Dashboards oder anderen benutzerfreundlichen Darstellungsarten angezeigt werden.
- Fuhrparkmanager, Wartungstechniker, Fahrer und andere Teammitglieder können diese Daten in Echtzeit abrufen, um beispielsweise den Standort oder den Wartungsbedarf im Blick zu behalten. Alternativ können sie Zeiträume in der Vergangenheit prüfen, um Aspekte wie Leistung, Auslastung und Fahrverhalten zu bewerten.
Herstellen der Verbindung zu den Fahrzeugsystemen
Unabhängig von der Verbindungsmethode haben Fahrzeugdatengeräte denselben Zweck: Sie greifen auf die Elektroniksysteme des Fahrzeugs zu und rufen Daten von den Onboard-Sensoren und Steuereinheiten ab.
Wie die unterschiedlichen Verbindungsmethoden funktionieren:
- OBD-II-Port: Das VDD kann direkt an den Port angeschlossen werden.
- CAN-Bus: Das Gerät muss im CAN-Bus-Netzwerk des Fahrzeugs festverdrahtet werden.
- Eingebettetes Fahrzeugsystem: Das VDD wurde vom Hersteller ins Fahrzeug eingebaut und kann direkt auf die Daten des Fahrzeugsystems zugreifen.
Übertragen der Daten an die Fuhrparkmanagement-Software
Fahrzeugdaten werden über Mobilfunk-, WLAN- oder Satellitennetze sicher an die Telematikplattform gesendet. Das Fuhrparkmanagement-System organisiert die Daten in Dashboards, Benachrichtigungen und Reports, sodass sie leicht ablesbar sind. Dies unterstützt die Analyse der betrieblichen Abläufe und die Entscheidungsfindung.
Einige Fahrzeuge liefern weniger umfangreiche Daten als andere – je nach Hersteller, Modell, Jahr und Umfang des verfügbaren Zugriffs über die Elektroniksysteme des Fahrzeugs. Mit unserem Online-Tool Fahrzeug-Kompatibilitätsprüfung erfahren Sie, welche Webfleet-Lösungen am besten zu Ihren Fahrzeugen passen und die grafische Darstellung der für Sie wichtigen Daten ermöglichen.
Welche Fahrzeugdaten können Sie abrufen?
VDDs wurden entwickelt, um Fuhrparkmanagern einen besseren Einblick in ihre Abläufe zu verschaffen, damit sie erkennen, was genau vor sich geht und wo Ineffizienzen beseitigt werden könnten. Diese Ineffizienzen entstehen unter anderem durch betriebliche Faktoren wie das Fahrverhalten, die Fahrzeugauslastung oder die Routenplanung.
Denken Sie daran, dass die verfügbaren Daten variieren können, je nach Fahrzeugspezifikation und Herstellerunterstützung.
Fahrzeugortung und gefahrene Kilometer
VDDs umfassen in der Regel GPS-Empfänger, die die Fahrzeugposition erfassen und die gefahrenen Kilometer aus den Elektroniksystemen des Fahrzeugs auslesen. Für Fuhrparkmanager ist es entscheidend zu wissen, wo sich ein Fahrzeug befindet, welche Route es genommen hat und wie viele Kilometer zurückgelegt wurden. Nur dann können sie die Planung verbessern, die Auslastung optimieren und schnell auf Probleme im Außendienst reagieren.
Daten zum Kraftstoffverbrauch
Kraftstoff ist einer der größten Kostenfaktoren von Fuhrparks. Daher ist das Monitoring des Kraftstoffverbrauchs auf verschiedenen Routen wichtig. Sie erkennen und vermeiden dadurch überflüssige Anstiege, die Ihre Betriebskosten unnötig in die Höhe schießen lassen.
Motor- und Diagnosedaten
VDDs rufen die Motorleistungsdaten und OBD-Fahrzeugfehlercodes (DTCs) vom Elektroniksystem eines Fahrzeugs ab und kennzeichnen Anomalien oder Warnungen zu potenziellen Problemen. Fuhrparkmanager können dann Maßnahmen ergreifen, um diese Probleme im Keim zu ersticken und später kostspielige Reparaturen zu vermeiden.
Daten zum Fahrverhalten
Informationen zum Fahrverhalten können aus dem Elektroniksystem des Fahrzeugs abgerufen oder über die Sensoren des VDD selbst erfasst werden. Konkrete Nachweise über Verhalten wie Tempoverstöße, scharfes Bremsen, plötzliches Beschleunigen oder Leerlauf – und ihre Auswirkungen auf den Fahrzeugzustand und den Kraftstoffverbrauch – eignen sich hervorragend, um Fahrern einen sichereren, effizienteren Fahrstil zu vermitteln.
Warum sind Fahrzeugdatengeräte wichtig für das Fuhrparkmanagement?
VDDs schaffen Fakten für Fuhrparkbetreiber. Sie liefern zuverlässige Echtzeit-Informationen, mit denen Fuhrparkmanager bessere Entscheidungen zum Optimieren der Abläufe treffen können.
Fuhrparktransparenz verbessern
Jederzeit Einblick in den Standort Ihrer Fahrzeuge zu haben ist wichtig, um zu prüfen, ob Aufträge nach Zeitplan verlaufen, und um Fahrer bei Vorfällen zu unterstützen. Indem Fuhrparkmanager Verlaufsdaten sammeln, können Sie die Leistung regelmäßig vergleichen – z. B. Fahrzeugauslastung, Kraftstoffverbrauch und Standzeit – und sicherstellen, dass das Unternehmen die vorab festgelegten strategischen Ziele erreicht.
Fahrzeugwartung unterstützen
VDDs greifen direkt auf den Fahrzeugzustand und die Diagnosedaten zu. Dadurch erhalten Wartungstechniker genau die Informationen, die Sie benötigen, um neu auftretende Probleme anzugehen und Komponenten zu reparieren, bevor sie schwerwiegendere Probleme verursachen. Mit dieser Art von vorbeugender Wartung können Fuhrparks die Standzeiten verringern, die Reparaturkosten senken und die Fahrzeuglebensdauer verlängern.
Betriebseffizienz optimieren
Fahrzeugdaten vermitteln in numerischer Form, was in Ihrem Fuhrpark passiert. Dadurch erkennen Sie leichter Ineffizienzen, z. B. doppelt gefahrene Strecken, große Lücken zwischen Aufträgen oder Fahrzeuge, die übermäßig viel Zeit im Leerlauf verbringen. Wenn Fuhrparkmanager wissen, wo und wann diese Probleme auftreten, können sie Routen optimieren, die Ressourcenzuweisung verbessern, den Kraftstoffverbrauch verringern und die Gesamtproduktivität steigern.
Wo wird ein Fahrzeugdatengerät installiert?
Ein VDD ist darauf ausgelegt, auf die Elektroniksysteme des Fahrzeugs zuzugreifen und über die Onboard-Sensoren und Steuereinheiten Daten abzurufen. Einige VDDs werden direkt an den OBD-II-Port des Fahrzeugs angeschlossen – eine schnelle und einfache Art der Verbindungsherstellung. Andere werden im CAN-Bus-Netzwerk festverdrahtet, um auf eine größere Bandbreite von Fahrzeugdaten zuzugreifen. In neueren verbundenen Fahrzeugen wurde das VDD möglicherweise bereits vom Hersteller integriert. Dadurch können direkt über die Fahrzeugsysteme Daten erfasst werden, ohne dass zusätzliche Hardware eingebaut werden muss.
Ist ein Fahrzeugdatengerät dasselbe wie ein GPS-Ortungsgerät?
Nein, ein Fahrzeugdatengerät ist nicht dasselbe wie ein GPS-Ortungsgerät. GPS-Ortungsgeräte fallen in die weiter gefasste Kategorie der Fahrzeugdatengeräte: Es handelt sich um Technologie, die Fahrzeugdaten (in diesem Fall Standortdaten) erfasst, abruft und verarbeitet. Ein GPS-Ortungsgerät ist also eine Art von VDD, aber nicht alle VDDs sind GPS-Ortungsgeräte.
Was macht ein GPS-Ortungsgerät?
GPS-Ortungsgeräte wurden entwickelt, um Daten speziell im Hinblick auf Standort, Bewegung und Route zu erfassen. Beim Fuhrparkmanagement werden sie eingesetzt, um zu prüfen, ob sich Fahrer an die geplanten Routen halten, und um den Fortschritt in Bezug auf die voraussichtlichen Ankunftszeiten zu messen, die Kunden mitgeteilt wurden.
Welche zusätzlichen Daten liefert ein Fahrzeugdatengerät?
Fahrzeugdatengeräte liefern eine Vielzahl von Fahrzeug- und Fahrerdaten, darunter Kennzahlen zu Geschwindigkeit, Kraftstoffverbrauch, Motorleistung, Fehlercodes, Wartungsstatus, Leerlaufzeit, Auslastung und Fahrverhalten.
Welche Vorteile bietet der Einsatz eines Fahrzeugdatengeräts?
Der Hauptvorteil eines VDD ist die Transparenz, die Sie gewinnen. Fuhrparkmanager erhalten Echtzeit-Daten zur Fahrzeugaktivität, zur Leistung und zum Zustand und können entsprechend datengestützte Entscheidungen treffen, statt Mutmaßungen anzustellen. VDDs bieten Informationen zum Fahrzeugstandort, zur Auslastung, zum Wartungsbedarf und zur Betriebseffizienz und tragen so dazu bei, die Kosten zu senken, die Standzeiten zu minimieren, die Produktivität zu steigern und die Sicherheit und Zuverlässigkeit von Fahrzeugen aufrechtzuerhalten.





