





Ein Lastkraftwagen (Lkw) ist ein Fahrzeug mit einem Gewicht von über 3,5 t, einschließlich Ladung, das für den Transport von schweren oder sperrigen Gütern konzipiert ist. Lastkraftwagen werden in der Regel als Lkw oder Laster bezeichnet.
Es ist wichtig zu wissen, was genau einen Lkw ausmacht, um Führerschein-, Sicherheits- und Emissionsvorschriften ordnungsgemäß einzuhalten und den Fuhrparkbetrieb effektiv zu planen. Auf dieser Seite erfahren Sie, was Lkw sind, welche Fahrzeuge in diese Kategorie fallen, welche Führerscheinklassen es gibt, welche britischen/EU-Gesetze relevant sind und inwiefern sich Lkw von leichten Nutzfahrzeugen unterscheiden.
Was ist ein Lkw?
Lkw steht für Lastkraftwagen. Aber um welche schweren Lasten geht es dabei? Lkw transportieren große Lasten von einem Ort an einen anderen. Dabei kann es sich um Verbraucherprodukte (z. B. Bekleidung), Werkstoffe (z. B. Baumaterial) und Massengüter (z. B. Kraftstoff) handeln. Lastkraftwagen spielen im britischen Transport- und Logistiksektor eine wichtige Rolle für den nationalen und internationalen Gütertransport.
In der EU werden Lkw offiziell als Lastkraftwagen
(engl. Large Goods Vehicles, LGVs) bezeichnet. Um jedoch Verwechslungen mit dem Akronym für die Kategorie leichte Nutzfahrzeuge
(engl. Light Goods Vehicles, LGVs) zu vermeiden, wird im Vereinigten Königreich das Akronym HGV (Heavy Goods Vehicle) verwendet.
Was ist der Unterschied zwischen einem Lkw und einem Lieferwagen?
Lkw und leichte Nutzfahrzeuge unterscheiden sich durch ihr Gewicht. Lkw wiegen über 3,5 t, leichte Nutzfahrzeuge dagegen haben ein Gewicht von maximal 3,5 t. Im Vereinigten Königreich erfolgt die Klassifizierung von Fahrzeugen in Bezug auf Sicherheitsstandards, Führerscheinklassen und Besteuerung nach Gewicht. Entsprechend gelten für Lkw und leichte Nutzfahrzeuge unterschiedliche Anforderungen für Fahrerschulung, Wartung und Verkehrsvorschriften.
Die Klassifizierung sieht wie folgt aus.
| Klassifizierung | Gewicht | Typische Beispiele | Führerscheinklasse |
|---|---|---|---|
| Leichtes Nutzfahrzeug | Bis zu 3,5 t | Lieferwagen, Kleintransporter | Klasse B (Standard-Pkw-Führerschein) |
| Lkw | Über 3,5 t | Lastwagen, Sattelschlepper | Klasse C1 oder C |
Der Wechsel von LGV zu HGV als Bezeichnung für große/schwere Nutzfahrzeuge ist auf alte britische Steuerpraktiken zurückzuführen. Vor 1992 wurde aus Steuergründen für Lastkraftwagen das Akronym LGV (Large Goods Vehicle) verwendet. Aber dies verursachte Verwirrung im Hinblick auf leichte Nutzfahrzeuge (Light Goods Vehicles, ebenfalls als LGV abgekürzt). Zur besseren Unterscheidung wurde das Akronym HGV eingeführt.
Was das Fuhrparkmanagement anbelangt, unterscheiden sich leichte Nutzfahrzeuge und Lkw in Bezug auf Führerscheinklasse, Vorschriften und Kosten. Der Einsatz von Lkw ist aufgrund der höheren Versicherungs- und Wartungskosten teurer. Es werden Berufskraftfahrer benötigt, die die großen Abmessungen von Lkw bewältigen können. Zudem unterliegen Lkw strengeren Sicherheitsvorschriften und Abgasnormen. Leichte Nutzfahrzeuge gelten daher für die Last-Mile-Delivery und die Logistik in Stadtgebieten als besser geeignet.
Welche Fahrzeuge werden als Lastkraftwagen eingestuft?
Alle Nutzfahrzeuge mit einem Bruttogewicht von über 3,5 t, einschließlich Ladung, werden als Lastkraftwagen (Lkw) eingestuft. Es gibt viele verschiedene Arten von Lkw, die jeweils auf einen bestimmten Zweck ausgerichtet sind oder sich durch eine bestimmte Bauart auszeichnen.
Hier sind einige typische Beispiele:
- Lkw mit Kofferaufbau, Curtainsider und Luton-Transporter – allgemeine Fracht- und Großlieferungen.
- Tieflader, Pritschen- und Kippwagen – Bauarbeiten, sperrige Güter oder einfaches seitliches Beladen.
- Kühllastwagen – temperierte Güter.
- Tanklastzug – Flüssigkeiten, Gase oder Schüttgut.
- ADR-zertifizierte Fahrzeuge – Gefahrgut.
Die jeweiligen Vorschriften für Führerschein, Sicherheit und Straßennutzung hängen vom genauen Gewicht und der Konfiguration des Fahrzeugs ab.
Ist ein 7,5-t-Fahrzeug ein Lkw?
Ja. Ein 7,5-t-Fahrzeug ist ein Lkw, weil das Gewicht über 3,5 t liegt.
Allerdings gibt es innerhalb der Lkw-Kategorie verschiedene Gewichtsklassen, für die unterschiedliche Führerschein- und Betriebsvorschriften gelten.
Fahrzeuge zwischen 3,5 und 7,5 t fallen beispielsweise in eine andere Führerscheinklasse als solche, die mehr als 7,5 t wiegen. Zu den Lkw mit leichterem Gewicht gehören in der Regel mittelgroße Nutzfahrzeuge, Umzugswagen und Fahrzeuge mit Anhänger.
Lkw-Klassen und Führerscheinanforderungen
Alle Berufskraftfahrer müssen über einen CPC (Driver Certificate of Professional Competence, Fahrer-Befähigungsnachweis) verfügen, der alle 5 Jahre verlängert wird, sofern die erforderlichen Schulungen absolviert wurden.
Im Vereinigten Königreich richtet sich die Führerscheinklasse nach dem Gewicht und der Konfiguration des Lkw.
- Klasse C1: Fahrzeuge mit einem Gewicht von 3,5–7,5 t.
- Klasse C: Fahrzeuge über 7,5 t mit einem Anhängergewicht von maximal 750 kg.
- Klasse C+E: Lkw mit mehr als 750 kg Anhängergewicht, wie beispielsweise Sattelschlepper.
Lkw – Vorschriften und Compliance
Sowohl das Vereinigte Königreich als auch die EU haben aufgrund der Größe und potenziellen Auswirkungen von Lkw strenge Sicherheitsvorschriften erlassen. Diese Vorschriften sind darauf ausgerichtet, das Risiko für alle Verkehrsteilnehmer zu minimieren und Berufsstandards für den Fracht- und Logistiksektor zu etablieren.
Sicherheitsvorschriften für Fahrzeuge
Damit Lkw auf öffentlichen Straßen eingesetzt werden dürfen, müssen sie verschiedene Sicherheitsanforderungen erfüllen:
- Für eine optimierte Handhabung und zur Vermeidung von Kollisionen müssen sie mit Geschwindigkeitsbegrenzern, Antiblockiersystemen (ABS) und elektronischer Stabilitätskontrolle (ESC) ausgestattet sein.
- Lkw müssen über Komponenten zur Verringerung von toten Winkeln verfügen, darunter Spiegel, Seitenkameras und Unterfahrschutz.
- Ebenso müssen Lkw TÜV-Prüfungen und regelmäßige Sicherheitsinspektionen durchlaufen, um ihre durchgängige Verkehrstauglichkeit sicherzustellen.


Vorschriften für Lkw-Fahrer
Berufskraftfahrer müssen zu ihrer eigenen Sicherheit und ihrem Wohlergehen ebenfalls verschiedene Vorschriften befolgen:
- Zur Einhaltung der britischen und EU-Lenkzeitvorschriften ist der Einsatz eines digitalen Tachographen erforderlich. Dies hilft, übermüdungsbedingten Unfällen vorzubeugen.
- Besitz eines gültigen Fahrer-Befähigungsnachweises (CPC) und Abschluss regelmäßiger Auffrischungskurse.
- Einhaltung der wöchentlichen Lenkzeitbeschränkungen und Ruhezeiten gemäß der Arbeitszeitrichtlinie.
Umweltvorschriften und Abgasnormen
Umweltvorschriften dienen dazu, die durch Lkw verursachte Luftverschmutzung zu reduzieren.
- Die Euro VI-Abgasnorm etablierte strengere Abgasgrenzwerte für Motoren sowie neue Technologieanforderungen.
- Städte wie London, Birmingham und Bath haben Umweltzonen und Niedrig-Emissionsgebiete festgelegt – mit Fahrverbot oder kostenpflichtigem Zugang für Lkw.
Zudem wurden Anreize und Förderprogramme ins Leben gerufen, um den Austausch von Fahrzeugen und die Nachrüstung mit umweltfreundlicherer Technologie zu unterstützen.

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